Greenpeace Kids: young ACT


Profit über alles

Mit dem Wort "Globalisierung" verbindet jeder ein bisschen etwas anderes. Worüber aber derzeit so viel diskutiert wird, ist eine ganz bestimmte Form davon, nämlich jene der Wirtschaft.

Ganz vereinfacht gesagt:
Die Aufgabe von Staaten ist es, allen Menschen, die darin leben, Sicherheit und Wohlstand zu ermöglichen. Große Wirtschaftsunternehmen (Konzerne) hingegen haben vor allem ein Interesse: Gewinn zu erzielen.

Dass diese Gewinne nicht auf Kosten von Menschen oder der Umwelt gemacht werden, dafür sollten eigentlich die jeweiligen Regierungen sorgen. Wenn aber ein Unternehmen im Land A angemeldet ist, im Land B produziert und im Land C verkauft - wer ist dann zuständig?


Auf Kosten von Menschen und Umwelt

Genau das aber passiert seit ein paar Jahren. Und Gesetze, die den weltweiten Handel mit Waren begünstigen, fördern diese sogenannten "multinationalen Konzerne".

Die Politiker fühlen sich nicht verantwortlich, und die Konzerne können tun und lassen, was sie wollen. Sie kündigen in den einen Ländern ihre Mitarbeiter und lassen Gewand oder Spielzeug von Menschen in armen Ländern erzeugen.

Das ist für sie billig, weil sie dort nur wenig Geld fü
r Löhne ausgeben und sich kaum um die Umwelt und die Gesundheit der Mitarbeiter kümmern müssen.

Die Menschen in den betroffenen Ländern haben davon nichts. Sie sind oft ohne Rechte und geraten in Abhängigkeit von den Konzernen. Für die Umweltschäden, die durch den sinnlosen Transport von Gütern um die halbe Erde entstehen, zahlen alle, nur die Konzerne nicht.

Globalisierungskritiker

Was nun Globalisierungskritiker fordern, ist, dass diese Unternehmen wieder ein wenig kontrolliert werden. Sie sollen, wie jeder andere auch, ihren Beitrag zum Wohl aller leisten. Keine absurde Forderung eigentlich, oder?

 

Wusstest du, dass...

  • ein Fünftel der Weltbevölkerung vier Fünftel der Ressourcen verbraucht?
  • weltweit 250 Millionen Kinder unter 14 Jahren arbeiten müssen?
  • laut UNO die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung für alle Menschen der Erde gesichert wäre, wenn die 200 reichsten Menschen der Welt jährlich nur ein Prozent Abgabe leisten würden? Ein weiteres Prozent könnte die Grundausbildung für alle garantieren.
  • Afrikas Anteil am Welthandel zwischen 1980 und 1995 von 4,6 auf 1,5 Prozent zurückgegangen ist?
  • die Dritte Welt doppelt so viel Geld an Zinsen zurückzahlt wie Entwicklungshilfe hinfließt?
  • die Mindestlöhne in den USA jetzt 25 US-Dollar pro Stunde ausmachen würden, wenn sie in den 90er Jahren genauso schnell gewachsen wären wie die Verdienste der Topmanager? Tatsächlich liegen sie bei 5 Dollar.

SURFTIPPS zu den Themen Globalisierung und Dritte Welt

 

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