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Geschichte der Atom-Kampagne

Als der altersschwache Fischkutter Phyllis Cormack im September 1971 von Vancouver in Richtung Aleuten ausläuft, nehmen davon nur die Angehörigen der Crew und einige Lokaljournalisten Notiz. Von "Umweltschutz" haben die meisten Menschen in der westlichen Hemisphäre zu dieser Zeit noch nie etwas gehört.
 
Die Frauen und Männer einer kleinen kanadischen Bürgerinitiative ahnen wohl selbst nicht, daß sie dies mit ihrer mutigen Aktion nachhaltig ändern werden. In jenem September wollen sie gegen die US-amerikanischen Atomtests auf der Aleuten-Insel Amchitka protestieren, die Öffentlichkeit wachrütteln, damit dieser Wahnsinn so schnell wie möglich aufhört. Und sie schaffen es: Nur vier Monate, nachdem sich die Gruppe mit Wort und Tat gegen die amerikanische Regierung gestellt hat, gibt diese ihre überirdischen Atomtests auf. Es ist der erste Sieg einer Organisation, die weltberühmt werden sollte, den Mächtigen ins Steuer greifen und Menschen überall auf der Erde für den Schutz der Umwelt begeistern wird: Greenpeace.
 
"You can't sink a rainbow"
 
Es war ein Ereignis, das die Welt erschütterte: Am 10. Juli 1985 lag das Greenpeace-Flaggschiff, die "Rainbow Warrior", auf eine Seite gekippt im Hafen von Auckland in Neuseeland, nachdem es um Mitternacht von zwei Haftminen zerstört worden war. Fernando Pereira, Fotograf und Mitglied der Crew, wurde getötet. Knapp nach dem Anschlag und nach umfangreichen Untersuchungen war die Wahrheit unausweichlich: Der französische Geheimdienst war für das Bombenattentat verantwortlich, und die französische Regierung hatte es angeordnet.
 
Zum Zeitpunkt des Attentats war die "Rainbow Warrior" eben von den Marshall-Inseln zurückgekehrt. Dort hatte sie über 300 Bewohner des Rongelap-Atolls, deren Heimat in den 50er Jahren bei US-Atomtests verseucht worden war, auf ihren Wunsch umgesiedelt. Seit den Atomversuchen litten die Insulaner unter Krebs, Leukämie, Fehlgeburten und Mißbildungen von Neugeborenen. Die "Rainbow Warrior" führte sie einem neuen Leben auf der Insel Matejo entgegen. Das nächste logische Ziel auf der Friedensfahrt der "Rainbow Warrior" war das Moruroa-Atoll, wo Frankreich noch immer Atomtests durchführte.
 
Am 10. Juli 1999 sind es 14 Jahre, daß die "Rainbow Warrior" in einem historischen Akt der Gewalt versenkt wurde. Diese Demonstration staatlich geförderten Terrors auf dem Gebiet eines entschieden gegen Atomwaffen eingestellten Staates gegen eine Organisation, die auf dem Prinzip der Gewaltlosigkeit gründet, löste weltweit Empörung aus. Der französische Verteidigungsminister mußte zurücktreten, die Vereinten Nationen wurden zur Vermittlung zwischen Frankreich und Neuseeland angerufen, und Greenpeace setzte den Einsatz zur Beendigung der französischen Atomtests auf Moruroa entschlossen fort.
 
"You Can't Sink A Rainbow" - dieser Slogan motivierte eine kleine Gruppe von erschütterten und trauernden Aktivisten in Auckland 1985 trotz des Attentats gegen die "Rainbow Warrior" zu dem gemeinsamen Versuch, mit anderen Schiffen Protestfahrten nach Moruroa durchzuführen.
 


 
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